Prometheus war da


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Prometheus war da und brachte Feuer. Die Menschen in der griechischen Mythologie hatten ganz offenbar weniger Arbeit damit, ihr Feuer zu kriegen als der moderne Mensch von heute und sicherlich scheiterte Prometheus auch nicht zweimal an der falschen Hebebühne. Aber von Anfang an:

Irgendwann im späten Frühjahr/frühen Sommer hatten wir den Schornsteinfeger zu Besuch, der nicht kam, um die Kamine sauber zu machen, sondern vor allem, um sich alle sieben Kamine (eigentlich acht, aber einer wurde stillgelegt) und alle 13 Öfen mal näher anzuschauen.

Das Positive vorweg: Sechs Kamine waren soweit in Ordnung und bei 11 Öfen gab es aus Seiten des Brandschutzes keine größeren Einwände. Ohne in die Details gehen zu wollen, war es eigentlich nur der Hauptkamin, an dem auch unser Holz-Zentralbrenner hing, der wirklich ein Problem darstellte.

Was war das Problem? Das Ding hatte etwa den Durchmesser von einem kleinen Treppenhaus, war ergo für so ziemlich jede Art von Ofen völlig ungeeignet und war dermaßen versottet und mit Ruß voll, dass ein Kaminbrand eigentlich nur eine Frage der Zeit war. (Der Schornsteinfeger drückte sich noch etwas negativer aus.) Lange Rede kurzer Sinn, der Kamin musste saniert werden und nichts leichter als das.

Mehrere Firmen durchtelefoniert, uns Angebote erstellen lassen und nach den Angeboten erstmal überlegt ob wir so einen Kamin denn überhaupt brauchen, getreu dem Motto: Wärme ist eh nur so eine Art Statussymbol…

Was gemacht werden musste, war also, in den bestehenden Kamin ein neues Edelstahlrohr einziehen lassen, so dass der Kamin im Endeffekt nichts mehr ist, als ein (hässlicher und schwarzer) Sichtschutz auf das Edelstahlrohr, welches fortan der eigentliche Kamin sein sollte. Nachdem wir uns einen Anbieter ausgeguckt hatten, bekamen wir auch den nächstmöglichen Termin (Ende Oktober) mitgeteilt.

Schon im September fingen wir an Tage zu zählen, weil es doch mit der Zeit unangenehm frisch im Haus wurde. Als dann der große Tag gekommen war, rückten hier gleich etliche Handwerker an und bauten ihre Hebebühne auf. Von der Hebebühne aus sollte durch die Kaminöffnung im Dach der neue Edelstahlkamin von oben nach unten in den Kamin eingeführt werden. Soweit der Plan. Erstmal wäre es fast dran gescheitert, dass an der betreffenden Stelle für die Hebebühne kaum genug Platz für eben jene war. Nachdem dies aber doch klappte, stellte sich raus, dass die Hebebühne etwas zu klein war für die Höhe des Hauses. Unverhohlene Freude allenthalben. Das Handwerker-Batallion rückte wieder mitsamt Hebebühne ab und uns blieb ein Kamin-Bauset in der Garage, das nicht eingebaut werden konnte.

Nun ja, wenig später war die Firma wieder vor Ort, mit einem Typ von einer Hebebühnenverleihfirma. Dieser Typ rannte mit seinem Laser-Messgerät eine Weile in unserer Botanik rum, bis er meinte zu wissen, wie groß das Haus ist. Daraufhin bekamen wir eine neue Rechnung über eine noch größere Hebebühne aus purem Gold (der Rechnung nach zu urteilen).

Was folgte war ein neuer Termin, den man dann aber absagen musste wegen Schlechtwetter. Darauf folgte wieder ein neuer Termin, den man (Na?) absagen musste, ebenfalls wegen Schlechtwetter. Nun ja, ein paar Wochen später war das Wetter gnädiger und diese größere Hebebühne dann auch endlich da (Ende November), das Handwerker-Batallion rückte wieder an, die Hebebühne war sichtlich größer, aber trotzdem (wir konnten es nicht glauben) wieder zu klein (auch wenn diesmal nur zwei-drei Meter fehlten). Einige unschöne Telefonate mit der Hebebühnenverleihfirma später war dann wieder jemand vor Ort, und zwar genau der, der erst vor kurzem bei uns in der Botanik mit seinem Laser gespielt hat. Der probierte es dann selbst, stellte die interessantesten Verrenkungen mit der Hebebühne an und kam zum Ergebnis: Stimmt, ist zu kurz.

Es musste also eine noch größere Hebebühne her. Nicht nur, dass die nochmals teurer war als Hebebühne Nr. 2, sie musste auch von weiter weg hergebracht werden, was allein für An- und Abtransport der Hebebühne Nr. 3 mit 357,- zu Buche schlug. Der neue Termin lag dann bereits nach dem ersten Advent und (Lob an die Baufirma) sollte (so sagte man uns) bei jedem Wetter durchgezogen werden.

Gesagt getan, 1. Dezember, Sonne geht gerade auf (also eigentlich wurden nur die Wolken heller), es ist 8 Uhr morgens, das Baubatallion rückt wieder an, nur auf die versprochene Hebebühne warteten wir alle. Also wieder wildes Telefonieren an dessen Ende die Auskunft stand: wirtunwaswirkönnen (ein Wort).

Irgendwann kam dann auch Hebebühne Nr. 3 und als wir meinten, dass die auch nicht größer aussah als Hebebühne Nr. 2 sagte man uns: „Doch, die ist drei Meter länger.“ Und Tatsache, sie reichte auch so gerade.

Nun konnten endlich die Arbeiten beginnen. Oben wurde Kamin in den Kamin gestopft, unten wurde der große Holzbrenner wieder angeschlossen, alles in allem gingen die Arbeiten dann recht zügig voran. Nachmittags war die Sache dann erledigt, mussten nur noch diverse Stellen wieder zugemauert werden. Das war dann bis in die frühen Abendstunden auch erledigt.

Gegen Mitternacht kamen wir dann endlich dazu wieder einmal richtig einzuheizen. Mal schauen, was am Ende die Rechnungen noch sagen, da bin ich mal gespannt, Ärger und Arbeit war es am Ende reichlich. Aber ein gutes Gefühl das Ding dann mal volle Kanne anzufeuern war es doch. (Man beachte das bereits rotglühende Rohr)

Kommentare zu “Prometheus war da”

  1. Auch, wenn sich das für euch ganz anders angefühlt haben wird, ich hab mich ob des Galgenhumors köstlich amüsiert ^^. Meine Güte, wo kriegt ihr das Geld her… :-/ Ja, verstehe schon, Geld ausgeben setzt Geld haben nicht notwendigerweise voraus (erinnere mich lebhaft an unsere Diskussion über das Finanzsystem auf der Fahrt nach Stettin…).

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